Demotivationstraining

Ich habe ja nichts gegen gute Laune, so garnicht. Manchmal habe ich sogar selbst welche. Nur nicht immer. Wenn ich völlig durchnässt durch den „Sommer“ watschele, um 6 Uhr morgens aufstehen muss oder eine Aufgabe bekomme, die ich nicht mag, dann denke ich weder „hach, das ist doch toll für die Pflanzen“, noch „Guten Morgen, schöner Tag“ oder „ich liiiebe Herausforderungen“. Ich finde Zwangsoptimisten verdächtig. Die haben doch was zu verbergen. Ständige gute Laune hilft einem nicht, mit den Krisen des Lebens klarzukommen, es geht den Anderen einfach auf den Sack. Wisst ihr, wer immer gute Laune hatte? Der Joker.

Natürlich sollte auch niemand immer schlecht gelaunt sein. Das ist ja auch Quatsch. Es heißt Jin und Jang, nicht Jin und Jin. Niemand meistert eine Krise, weil er ständig gut gelaunt ist. Wenn ständig die Sonne scheint, bekommt man nur Sonnenbrand.

Deswegen biete ich jetzt Demotivationstrainings an. Schlechte Laune zum mitnehmen. Und wenn man dann am nächsten Morgen aufwacht denkt man „hoch, alles halb so wild.“ Wenn man gegen Schlangengift immun werden will, dann nimmt man es ja auch in kleinen Dosen zu sich, bis es einem nichts mehr ausmacht.
Das hier sind meine fünf einfachen Merksätze:

1. Wir werden alle sterben
2. In 500 Jahren wird sich niemand mehr an Dich erinnern
3. Je mehr Du hast, desto mehr kannst Du verlieren
4. Die Welt ist nicht gerecht
5. Es gibt keine Einhörner

Ich habe euch alle lieb!

Euer Jan