Das Leben ist wie ein Videorekorder – alles eine Frage der Einstellung. Was ein Videorekorder ist? Videorekorder waren damals, als die Welt noch schwarz weiß war ein Sinnbild für die Fähigkeit, Alltagstechnik zu bedienen, denn er konnte das Fernsehprogramm aufnehmen, ganz bequem und sogar die Werbung rausschneiden und auf Änderungen im Fernsehprogramm reagieren – genau so kann man mit einem Pinsel, Farbe und einer Leinwand ein wunderschönes Gemälde erschaffen, aber wenn ich das versuche, wird es nur Murks. Wie in der Schule mein Malblock sich schon zu wellen begann, wenn ich nur an Wasserfarben dachte und am Ende der Stunde hatte ich immer fifty shades of brown und habe aus Mitleid eine 4 bekommen.
Zurück zum Video. Heute ist alles abrufbar. Immer. Man muss keinen Videorekorder bedienen, man muss nur einen Knopf drücken. Die ganz sentimentalen haben einen Festplattenrekorder, die nehmen noch auf. Also das, was wir Anderen auf Netflix, Amazon Prime, in allen möglichen Mediatheken abrufen können. Und dann fehlt denen ab und zu mal das Ende zu einem Film. Uns damals auch. Von Filmen wie Titanic, King Kong und Terminator. Mein Opa hat mir diese Enden dann einfach erzählt. das bei Titanic die Frau überlebt, weil sie ihren jungen Liebhaber in bester Gottesanbeterinnenmanier frisst und seine Haut als Mantel trägt, bis sie gefunden wird. Das King Kong sich die Frau schnappt, mit ihr zurück auf seine Insel schwimmt und mit ihr zusammen lebt, bis sie ihn tötet, auffrisst und seine Haut als Kleidung trägt (Ich habe das Frauenbild meines Opas oft hinterfragt) und bei Terminator, da gewinnen natürlich die Maschinen. „Sonst hätte nicht jeder von uns so einen dämlichen Videorekorder im Haus!“ sagte mein Opa.

Videorekorder
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